Fahrt nach Bregenz

von Ulrike Beuther

Fahrt nach Bregenz

R C   U N D I N E   A M   S T A R T  -  B R E G E N Z   F Ü R   P R O F I S

Wie? Rudern nach Bregenz? Nicht an einem Tag, denn schließlich wollten wir 12 Vertreter/innen der Undine am Opernabend nicht einschlafen! Natürlich hätten wir die Strecke (rund 70 km) auch an einem Tag bewältigt! Aber wer hätte uns dann das kleine Schwarze und den Anzug angezogen und uns wieder ins Hotel gebracht???

RC Undine in der Oper – Ruderausfahrt nach Bregenz zu „Carmen“Und: Was hätten wir alles verpasst!!! Also ging es für das erste Boot, die „Radolfzell“, schon am Freitag, den 20.07. morgens los. Die erste Etappe führte nach Kreuzlingen, wo am frühen Nachmittag auch das zweite Boot, die „Reichenau“, ins Wasser gesetzt wurde. Bei unruhigem Wasser, was ja kein Problem für uns Undinler/innen darstellte , ruderten wir munter zum Strandbad Amriswil.

Nach einer Kaffeepause und der freudigen Begrüßung der letzten beiden Ruder- und Opernaktivistinnen trugen wir die Boote wieder ins schlammige Wasser. Fast hätten wir einen Ruderer im Schlamm verloren! Nass und „duftend“ rettete er sich doch noch ins Boot und ruderte tapfer mit uns weiter bis zum Seeclub Arbon. Dort hatten uns die hilfsbereiten Arboner ihren Ruderclub zum Abladen, Schwimmen, Duschen … zur Verfügung gestellt. Verloren gegangene Elektrolyte konnten wir ebenfalls auffüllen!

Danach erwartete uns das schöne Strohhotel Bodensee in Kratzern, ein gemütlicher Grillabend in lockerer und lustiger Atmosphäre, Schlafen im Stroh für unempfindliche bzw. experimentierfreudige Sportler oder sicherheitshalber im Bauernhofzimmer und am Morgen ein leckeres Bauernhoffrühstück. Heinz Dintheer vom Seeclub Arbon lieferte uns noch wertvolle Tipps zum Weiterrudern, sodass wir am Samstag gut vorbereitet Richtung Bregenz starteten.

Wir waren sportlich unterwegs und stärkten uns bei einem Stopp im Seerestaurant „Glashaus“ in Höchst/Österreich. Nun lag die letzte Etappe vor uns! Wir umruderten das Rheindelta zwischen Rorschach und Bregenz und näherten uns der Seebühne, die wir uns von der Wasserseite aus betrachteten, bevor wir am Ruderclub Wiking in Bregenz anlegten. Dort waren wir ebenso willkommen wie in Arbon! Die Boote und der Hänger blieben dort und wir strebten dem Hotel zu, um uns für den Abend zu stylen. Unseren Bärenhunger wollten wir beim Mexikaner stillen – ein wenig Einstimmung auf „Carmen“. Alles schien wunderbar! Die Aufführung rückte näher, wir machten uns mit einem Strom weiterer Operngäste auf den Weg, nahmen den Aufgang F zu unseren Plätzen und es fing an zu regnen. Das konnte unserer guten Stimmung allerdings fast gar nichts anhaben. Ausgestattet mit professionellen Capes oder so etwas Ähnlichem wie einer Plastiktüte versuchten wir, selbst dem stärksten Schauer zu widerstehen. Es war dann tatsächlich zwischendurch trocken und wir genossen die spektakuläre Aufführung in vollen Zügen. Den Ausklang des Abends verlebten wir im Hotel – so manches feuchte Kleidungsstück wurde schnell ausgetauscht.

Nach einem ausgedehnten Frühstück traten wir am Morgen die Rückfahrt nach Radolfzell an, versorgten die Boote, saßen an „unserem“ See und begrüßten zu guter Letzt Gäste aus Frankfurt, die von Bregenz nach Radolfzell rudern möchten und ihren Hänger bei uns abstellten. So soll es sein – Gastfreundschaft erleben und anbieten, um schöne Rudererlebnisse zu verschaffen. In diesem Sinn und überhaupt war unsere Ruderausfahrt ein Volltreffer! Und: Anke, wir feiern dich – vielen Dank für die tolle Organisation!

Andrea, Bernd, Birgit, Charlotte, Friedrich, Iris, Martin, Nikola, Rolf, Sabine und Ulli

 

Text: Iris Dickgießer

Photos: RC Undine

 

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